Ionenbestimmung

UV-Vis-
Photometrie

Die UV-Vis-Photometrie ist ein etabliertes Verfahren zur quantitativen Bestimmung ausgewählter Ionen in Wasser. In der Wasseranalytik wird das Zielion meist nicht direkt gemessen, sondern durch eine definierte Reagenzreaktion in eine farbige oder photometrisch erfassbare Spezies überführt. Die Konzentration wird anschließend über die Absorption bei einer methodenspezifischen Wellenlänge gegen Kalibrationsstandards bestimmt.

UV-Vis-Photometer mit Küvette zur photometrischen Ionenbestimmung in Wasserproben

Was ist UV-Vis-Photometrie?

UV-Vis-Photometrie quantifiziert die Abschwächung ultravioletter oder sichtbarer Strahlung durch eine Probe als Absorbanz. Für verdünnte, optisch klare Lösungen gilt näherungsweise das Beer-Lambert-Gesetz: A = ε · c · l. Die Absorbanz ist damit proportional zur Konzentration der absorbierenden Spezies, zur optischen Weglänge und zum molaren dekadischen Absorptionskoeffizienten.

Diese Linearität ist jedoch nur belastbar, wenn chemische Speziesverteilung, Matrix, Streuung, Eigenfarbe und spektrale Bandbreite kontrolliert sind. In der normierten Wasseranalytik erfolgt die Quantifizierung deshalb nicht über theoretische Absorptionskoeffizienten, sondern über matrixgeeignete Kalibration, Blindwertkorrektur und qualitätsgesicherte Kontrollmessungen.

Bei Wasserproben ist direkte UV-Vis-Absorption nur in Ausnahmefällen ausreichend selektiv. Normierte Verfahren sind überwiegend reagenzgestützt: Das Zielion wird durch eine definierte chemische Reaktion in eine farbige oder photometrisch erfassbare Spezies überführt.

Relevanz für die Wasseranalytik

  • Bestimmung ausgewählter Ionen über normierte photometrische, spektrometrische oder turbidimetrische Verfahren.
  • Geeignet für Trinkwasser, Grundwasser, Oberflächenwasser, Abwasser, Eluate und Prozesswasser, abhängig vom jeweiligen Normverfahren.
  • Typische Zielparameter sind unter anderem Ammonium, Nitrit, Nitrat, Orthophosphat, Chlorid, Sulfat, Silikat, Fluorid, Chrom(VI), Eisen, Mangan, Aluminium, Calcium und Magnesium.
  • Die analytische Belastbarkeit hängt maßgeblich von Probenmatrix, Fraktionierung, Kalibration, Blindwertkorrektur und Qualitätskontrolle ab.